Welche Gesetze gelten im Vereinigten Königreich zur Kennzeichnung von Lebensmittelallergien? Vollständige Interpretation von Natashas Gesetz
Wenn Sie in einem britischen Supermarkt ein Sandwich oder in einer Bäckerei einen Kuchen kaufen, werden Sie möglicherweise nie die dichte Zutatenliste auf der Verpackung lesen. Aber für jemanden mit einer Erdnussallergie kann diese Linie lebensgefährlich sein. Aus diesem Grund gibt es „Nataschas Gesetz“ – ein Gesetz, das mit einem jungen Leben erkauft wurde.
Was ist Natashas Gesetz? Der Name eines 15-jährigen Mädchens
Natasha Ednan-Laperouse, ein britisches Mädchen, starb im Flugzeug an einem anaphylaktischen Schock, nachdem sie ein Sandwich mit Sesamsamen gegessen hatte, das nicht beschriftet war. Ihre Familie drängte auf eine Gesetzgebung, aus der schließlich die „Food Information (Amendment) (England) Regulations 2019“ hervorging, allgemein bekannt als Natasha's Law, die offiziell am 1. Oktober 2021 in Kraft trat und auch heute noch (2026) eine verbindliche Verordnung im Vereinigten Königreich ist.
Der Kernsatz: Alle Lebensmittel „vor Ort verpackt und direkt verkauft“ (PPDS) müssen eine vollständige Zutatenliste auf der Verpackung haben und die 14 legalen Allergene müssen gut sichtbar in der Zutatenliste aufgeführt sein.
Welche Lebensmittel unterliegen den Gesetzen zur Kennzeichnung von Lebensmittelallergien? SchlüsselwortPPDS
PPDS (Prepacked for Direct Sale) bezieht sich auf Lebensmittel, die am selben Standort hergestellt und vor der Bestellung durch den Kunden verpackt werden. Zum Beispiel die Schachtel mit Salaten, Sushi, Sandwiches und Kuchen, die Sie bei Pret, Greggs oder Ihrem örtlichen Café aus der Tiefkühltruhe holen – sie alle gehören zu PPDS und müssen eine vollständige Zutatenliste haben.
Auf dem Etikett müssen drei Dinge stehen: der Name des Lebensmittels, eine vollständige Liste der Zutaten in absteigender Reihenfolge nach Gewicht und die 14 Allergene, die entweder in fett, in Großbuchstaben, verfärbt oder unterstrichen (fett ist am häufigsten) hervorgehoben sind. Zu den 14 gehören Erdnüsse, Nüsse, Sesam, Eier, Milch, Gluten, Sojabohnen, Fisch, Krebstiere, Weichtiere, Sellerie, Senf, Lupinen und Schwefeldioxid.
Wie ist es legal, wenn Restaurant-Take-out nicht gekennzeichnet ist?
Viele Chinesen, die Restaurants eröffnen und Essen zum Mitnehmen anbieten, sind verwirrt: Müssen frisch frittierte Gerichte und Speisen vor Ort auch gekennzeichnet werden? Die Antwort lautet, dass für kein PPDS-Etikett erforderlich ist, aber die Allergeninformationen bereitgestellt werden müssen. Gemäß den Anforderungen der „Food Information Regulations 2014“ müssen solche „nicht vorverpackten Lebensmittel“ den Kunden eine Nachfrage und Auskunft ermöglichen, sofern sie eines der 14 Allergene enthalten.
Erwähnenswert ist, dass die FSA (Food Standards Agency) im März 2025 die -Best-Practice-Richtlinien für nicht vorverpackte Lebensmittel aktualisiert hat: In der Vergangenheit war das Anbringen eines „Personal fragen“-Schilds an der Wand akzeptabel, mittlerweile wird jedoch offiziell empfohlen, Allergeninformationen schriftlich (Speisekarte, Allergenmatrix oder elektronische Liste) bereitzustellen und mit mündlicher Kommunikation zu verbinden. Die nächste Überprüfung dieser Leitlinien ist für September 2026 geplant. Derzeit handelt es sich noch um eine „Empfehlung“ und nicht um eine Anforderung, die regulatorische Ausrichtung ist jedoch bereits klar.
Welche gesetzlichen Rechte haben Sie als Verbraucher?
Wenn Sie oder ein Familienmitglied an einer Nahrungsmittelallergie leiden, sollten Sie die folgenden praktischen Tipps beachten:
① Ergreifen Sie die Initiative und fragen Sie , bevor Sie bestellen. Auch wenn es nicht auf der Speisekarte vermerkt ist, haben Sie das Recht, vom Geschäft die Angabe von Allergeninformationen zu verlangen, was gesetzlich zulässig ist.
② Siehe deutlich „kann enthalten (kann enthalten)“ . Diese Art der Vorsorgekennzeichnung (PAL) ist freiwillig und birgt das Risiko einer Kreuzkontamination. Menschen mit schweren Allergien sollten es nicht ignorieren.
③ Allergeninformationen sollten vor der Zahlung für beim Online-Einkauf/zum Mitnehmen sichtbar sein und bei der Lieferung wieder sichtbar sein.
④ Wenn Sie aufgrund falscher oder fehlender Kennzeichnung Allergien haben, können Sie sich bei den örtlichen Handelsnormen oder bei Environmental Health beschweren. Für die Strafverfolgung ist die lokale Regierung zuständig. Bei schwerwiegenden Verstößen drohen Händlern Strafen oder sogar strafrechtliche Konsequenzen.
Hinter einem kleinen Etikett verbirgt sich ein Gesetz, der Schmerz einer Familie und das unsichtbare Gefühl der Sicherheit, das jeder Chinese in Großbritannien beim Essen verspürt. Unabhängig davon, ob Sie Verbraucher oder Gastronomiefachmann sind, liegt es in Ihrer Verantwortung, dies zu verstehen, sich selbst und anderen gegenüber.
Dieser Artikel dient nur als Referenz. Bei spezifischen Compliance- oder Rechtsschutzproblemen wenden Sie sich bitte an einen zugelassenen Anwalt oder wenden Sie sich an die örtlichen Trading Standards.
💬 Lassen Sie uns im Kommentarbereich chatten: Sind Sie schon einmal auf die Situation gestoßen, in der das Etikett falsch geschrieben war und der Kellner bei der Bestellung in einem britischen Restaurant oder zum Mitnehmen keine Angaben zu den Allergenen machen konnte? Wie wurde es damals gehandhabt?
Wenn Sie es nützlich finden, sammeln Sie diesen Artikel und schauen Sie sich ihn an, wenn Sie das nächste Mal mit Ihrer Familie und Freunden essen gehen, damit Sie ihn später lesen können.
[Datenquelle] Food Standards Agency: food.gov.uk/allergen-labelling-changes-for-prepacked-for-direct-sale-ppds-food; food.gov.uk/news-alerts/updated-industry-guidance-issued-for-food-allergen-information-in-the-out-of-home-sector
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